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Fachklinik für Drogenrehabilitation Wermsdorf

Träger: SHM Suchthilfe Mitteldeutschland gGmbH

Kontakt

Fachklinik für Drogenrehabilitation Wermsdorf
Hubertusburg 39
04779 Wermsdorf
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Telefon 034364 8839-0
Telefax 034364 8839-38
info@drogenklinik-wermsdorf.de

Ihre Ansprechpartner

Birgit Friese, Bereichsleitung Verwaltung und Aufnahmesekretariat
Dr. med. Abiodun Bernard Joseph, Chefarzt

Ein Therapieangebot für Suchtkranke mit sogenannten Doppeldiagnosen

Die Fachklinik für Drogenrehabilitation Wermsdorf unterstützt drogenabhängige Menschen auf dem Weg in ein drogenfreies Leben. Ein multiprofessionelles Team von Fachärzten, Psychologen, Sozialpädagogen, Pflegekräften, Sport- und Arbeitstherapeuten ist dabei insbesondere auf die Behandlung von "Doppeldiagnosen" spezialisiert. Hier wird der Klientel der Drogenabhängigen mit einer schwerwiegenden psychiatrischen Zweitdiagnose, zum Beispiel Psychose oder schweren Persönlichkeitsstörung, eine in Sachsen bislang einmalige Gleichzeitigbehandlung von zwei sich gegenseitig verstärkenden Problemlagen geboten. Das Therapieangebot zielt auf Selbstbestimmung statt Drogenabhängigkeit und auf Teilhabe am gesellschaftlichen und Berufsleben.

Indikation

Das Therapiekonzept der Fachklinik umfasst Doppeldiagnosen, speziell auch Zweitdiagnosen aus dem Bereich ICD-10; F2, F3, F4 bzw. F6.

Einen besonderen Schwerpunkt legt die Klinik auf komorbide Psychosen, psychosenahe Zustände und Diagnosengruppen der Persönlichkeitsstörungen, für die ein übergreifendes Rehabilitationskonzept angeboten wird, das sowohl der Psychose als auch der Drogenbehandlung dient.

Speziell werden in der Einrichtung folgende Diagnosen gemäß ICD-10 behandelt:

Therapiespektrum

Motivationsarbeit | Pharmakotherapie | Ergotherapie | Sporttherapie | Entspannung, Genusstraining | diagnosespezifische Behandlung | soziales Kompetenztraining | Psychoedukation | Stress- und Problembewältigung | Projekte | Traumatherapie, Psychotherapie | Skillstraining | Alltagstraining | Freizeitgestaltung | Lebenslaufarbeit, Suchtverlauf | Bewerbertraining | Rückfallprophylaxe, Angehörigen-/Paargespräche | externes Berufspraktikum | berufliche und soziale Wiedereingliederung | geregelte Nachsorge | Kontaktherstellung zu Selbsthilfegruppen | Zukunftsplanung

Verlauf der Therapie

1. Orientierungsphase, ca. 4 Wochen

Ziele: Eingewöhnung, Motivation, Diagnostik, Erstellen der Therapieziele, Verantwortung in der Wohnbereichsorganisation

Inhalte: Ärztliche Aufnahme und Betreuung, Anamnese, Einzel- und Gruppengespräche, Ergotherapie, Physiotherapie, Freizeitgestaltung

Außenkontakte: Brief- und Telefonkontakt, gemeinsame Aktivitäten in der Gruppe, ab dritter Woche Besuch, ab vierter Woche Ausgang allein

2. Intensive Therapiephase, ca. 5. – 18. Woche

Ziele: Aufarbeitung der Suchtproblematik, diagnosespezifische Therapieziele, Organisation der Schuldenregulierung

Inhalte: Ärztliche Betreuung, Einzel- und Gruppenpsychotherapie, Diagnosegruppe, Familien- und Paartherapie, Ergotherapie, Physiotherapie, Freizeitgestaltung

Außenkontakte: Brief- und Telefonkontakt, Besuch, Ausgang, Behördengänge, Heimfahrten ab neunter Woche möglich

3. Ablösephase, ca. 19. – 24. Woche

Ziele: Geregelte Nachsorge, verstärkte Außenorientierung, Berufsplanung, Zukunftsplanung, geregeltes Wohnverhältnis

Inhalte: Einzel- und Gruppenpsychotherapie, Ergotherapie, Physiotherapie, Freizeitgestaltung, externes Berufspraktikum, Bewerbertraining, ärztliches Abschlussgespräch

Außenkontakte: Brief- und Telefonkontakt, Besuch, Ausgang, Behördengänge, therapeutisch begründete Heimfahrten


Die Fachklinik für Drogenrehabilitation Wermsdorf wurde im Juli 2010 eingeweiht. Die Rehabilitationsplätze werden vorrangig von der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland, anderen Rentenversicherungen und gesetzlichen Krankenversicherungen belegt.

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